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Durchfall beim Hund

Durchfall beim Hund Hund gehört zu den häufigsten Gründen, einen Tierarzt zu konsultieren. Die Fachbezeichnung für Durchfall lautet Diarrhö. Unterschieden werden muss zwischen akutem und chronischem Durchfall.

Von chronischem Durchfall spricht man normalerweise bei einer Erkrankungsdauer von mehr als zwei bis drei Wochen. Akuter Durchfall kann viele Ursachen haben, erfordert aber in der Regel keine umfangreiche Diagnose und Behandlung, da sich der Körper meist selbst hilft. Hält der Durchfall aber länger als ein bis zwei Tage an, sollte auf jeden Fall ein Tierarzt aufgesucht werden, bei Welpen sogar bereits nach maximal fünf bis sechs Stunden, da der Flüssigkeitsverlust ansonsten lebensbedrohlich sein kann. Blutige Durchfälle verlangen natürlich nach sofortiger tierärztlicher Behandlung.

Zu den häufigsten Ursachen von Durchfall beim Hund gehören Viren, Bakterien und Parasiten, aber auch Probleme mit dem Futter sowie Vergiftungen und Medikamente.

Bei den Viren sind vor allem
Parvoviren, Coronaviren und Staupeviren Auslöser für Durchfall, wobei die lebensgefährlichen Parvoviren und Coronaviren vor allem bei Welpen und jungen Hunden auftreten. Der Nachweis erfolgt in der Regel durch Laboruntersuchungen von Blut und Stuhl.

Bakterielle Infektionen werden vor allem durch Salmonellen, Clostridien und Kolibakterien verursacht, wobei der Nachweis schwierig ist. Eine endgültige Klärung ist meist nur durch umfangreiche Untersuchungen möglich.

Parasiten sind Würmer und Einzeller. Vor allem bei Welpen kommen Spulwürmer und Hakenwürmer häufiger vor. Würmer sind leicht zu erkennen und zu behandeln. Für verschiedene Parasitenarten stehen unterschiedliche Medikamente zur Verfügung. Der Tierarzt wird ein zu Alter und Kondition des Tieres passendes Mittel verschreiben.

Probleme mit dem Futter können aus Futter-Unverträglichkeiten resultieren, die individuell bedingt sind, aber auch beispielsweise durch zu umfangreiches, fetthaltiges oder verdorbenes Futter. Auch eine Futterumstellung kann Ursache für Durchfall sein. Außerdem kann Durchfall auch ein Vergiftungsanzeichen sein. In einigen Fällen tritt er auch als Nebenwirkung von Medikamenten auf.

Bei der Behandlung von Durchfall ist vor allem eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig. Dem Trinkwasser darf auch ein wenig Traubenzucker oder Salz zugefügt werden, um den Elektrolythaushalt zu stärken. Dazu sollte man allerdings unbedingt seinen Tierarzt befragen. Auf Futter sollte in den ersten 24 Stunden verzichtet werden, danach gibt man bei länger dauerndem Durchfall Schonkost, immer abhängig von der Grunderkrankung. Außerdem können gegebenenfalls Medikamente verabreicht werden, welche die Krankheitserreger abtöten, vor allem bei Bakterien und Parasiten.

Um den Darm zu beruhigen, genügen in einfachsten Fällen von Diarrhö Gaben von medizinischer Kohle oder zerquetschten Äpfeln oder Bananen, die man vor der Fütterung braun werden lässt. Ganz gleich, an welcher Form des Durchfalls ein Hund litt, er benötigt während der Rekonvaleszenz leicht verträgliches Futter. In vielen Fällen können sinnvolle,
natürliche Futterzusätze helfen, die zerstörte Darmbakterienflora wieder aufzubauen.

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