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Lumbago, Nierenverschlag, auch Feiertagskrankheit genannt, ist eine plötzlich auftretende, lähmungsartige Bewegungsstörung, die besonders oft die hinteren Gliedmaßen erfasst. Besonderes Merkmal ist, dass diese Erscheinungen unmittelbar nach einer abgeforderten Arbeit auftreten. Es sind Steifheiten und erkennbare Schmerzen zu beobachten. Das Auftreten des Kreuzverschlags ist verstärkt nach Ruhezeiten und anschließender unvermittelter Leistungsabforderung zu beobachten. Es wird dadurch deutlich, dass das Tier leistungsunwillig erscheint, zu zittern und zu schwitzen beginnt. Herzschlag und Pulsfrequenz steigen. Die Hintergliedmaßen werden steifer bewegt und können in schweren Fällen einknicken sodass das Pferd zusammenbricht. Rückenmuskulatur und Muskeln der Kruppe sind stark verhärtet, geschwollen und schmerzempfindlich.
Zur Behandlung ist unmittelbar der Tierarzt hinzu zu ziehen. Bis zum Erscheinen des Tierarztes ist es dringend geraten, das Pferd nicht weiter zu bewegen. Das Warmhalten der Kruppen-, Lenden- und Oberschenkelknochen mit Decken oder ähnlichen Wärme haltenden Materialien und das Einreiben der Stellen mit durchblutungsfördernden Einreibemitteln, wie Kampferspiritus, Fluid o. ä. sowie das Auflegen von wärmenden erhitzten Pasten (früher oft gekochte Kartoffel in Stoffbeutel) wird als Sofortmaßnahme empfohlen.
Als Ursache des Kreuzverschlags gilt für die Vielzahl aller auftretenden Erkrankungen, dass die betroffenen Tiere in einer vorhergehenden Zeitspanne Ruhe und während dieser Zeit zu viel Nährstoffe erhielten. Das heißt, dass die Fütterung nicht ausreichend reduziert wurde. Ein „Zuviel“ an Glycogen (energiereiches Kohlehydrat) in den Muskeln wird bei anschließender Arbeit schnell abgebaut, wobei ein Übermaß an Milchsäure in den Muskelpartien entsteht, die das Muskeleiweiß schädigt oder zerstört.
Die Vorbeugung vor einem Erkrankungsfall liegt insbesondere in der Beachtung des Gleichgewichts zwischen gefütterter Nährstoffmenge und Bewegung. In Ruhezeiten sollen leicht verdauliche Kohlehydrate (Zuckerrüben, Melasse und auch Quetschhafer) vermieden werden. Pferde sollen auch an Ruhetagen leicht (Schritt, Koppel) bewegt werden. Vor der erneuten Arbeitsaufnahme sind so genannte Aufwärmarbeiten (20 min im Schritt) anzuraten.
Die Nachsorge soll mit vorsichtigem Training, erst einige Wochen nach der Genesung beginnen und sich allmählich steigern. Der Wiederherstellung geschädigter Muskeln muß ausreichend Zeit eingeräumt werden, da auch Muskeln des Herzens in Mitleidenschaft gezogen sein können.
PrimeVal Gelatinaat hat sich als Zugabe in kleineren Mengen (2 bis 3 Meßl./Tag) beim Muskelaufbau als nützlich erwiesen, da aufbauende Aminosäure-Bausteine schnell zugeführt werden.
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