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Fruktose/Weide/Rehe

Der Weidegang in den Monaten Oktober und November bedarf einer  besonderen Beachtung. Erfahrene Tierhalter wissen, dass in diesem Jahreszeitraum vermehrt „angeschwollene Gliedmaßen“ (Weide-Rehe) bei Pferden zu beobachten sind. Wie Dr. C.A. Bingold in seinen Ausarbeitungen (http://equivetinfo.de/html/weide_fruktan.html) erläutert, sind nicht unbedingt überschüssige Eiweiße ursächlich, sondern hohe Fruktan-Gehalte der Gräser, anhängig von Wetterverhältnissen (Sonnenschein und Kältegrade).
Fruktan, ein Energiezwischenspeicher von Gräsern, Blättern, Wurzeln und Knollen ist relativ schwer verdaulich. Während einfache Zucker in Magen und Dünndarm leicht verdaulich sind, sind Fruktosen nur über die Darm-Bakterien zu erschließen. Eine plötzliche Zunahme an Fruktosen stört die gesunde, ausgewogene Darmflora.
http://equivetinfo.de/html/kohlenhydrate.html

Es kann die Ursache einer Hufrehe bedeuten.

Vorsorgemaßnahmen?  Wegen der komplexen Problematik und höchst unterschiedlicher Situationen von Haltungs- und Weidegangbedingungen sind nachfolgende Vorschläge individuell zu betrachten und zu bewerten:

  • Aufnahmemöglich von Fruktose reduzieren.

  1. Weidezugang zeitlich beschränken.

  2. Weidezugang nach Wetterlage verschieben.

  3. Futtermaulkorb.

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